Sirius
Sentenzen

zusammengestellt aus eigenen Schriften und Reflexionen






(Aufgelesen:) Alles Große und Edle ist von einfacher Art.
(Aufgelesen:) Antwort eines Priesters auf die Frage, ob man heiraten soll: „Wenn du glücklich werden willst: nein; wenn du glücklich machen willst: ja.“
(Aufgelesen:) Der Weise übt vor allem Begierdefreiheit, Gelassenheit, Heiterkeit und Enthaltung im Urteil.
(Aufgelesen:) Die Mama sagte gestern: „Ich bin wieder einmal umhaftet mit tausend Fragezeichen.“
(Aufgelesen:) Die tiefste Tiefe des Wissens ist Schweigen.
(Aufgelesen:) Eine Freundin: Ich brauche das – ‚Dein Geliebter‘ –, auch wenn es tausendmal geheuchelt wäre!
15.09.2023, an Hirt: Das Leben wirkt unablässig auf das Innere und das Äußere, und diese veränderten inneren oder äußeren Positionen bilden uns wiederum das Leben verschieden ab, drängen uns zu völlig verwandeltem, umgewandeltem, unterschiedlichem Denken, Fühlen, Tun… Niemand maße sich an, jemandes Sein, jemandes Herkommen und Hingehen vollständig beurteilen zu können.
Achte ich auf den anderen, achte ich unweigerlich auf Gott.
Alles, was nicht Sprache ist, ist näher am Wesentlichen – obgleich nichts wesentlicher ist als Sprache.
Alles ist unehrlich – solang wir nicht völlig entblößt sind all unserer schützenden Verhüllungen.
Am Lebensende flehen alle um Barmherzigkeit; sie auch zu spenden regten sich mittendrin die wenigsten Gemüter und Hände.
Auch dem Sklavenhalter war es einst undenkbar, ohne seine Sklaven leben zu müssen, leben zu können – ohne sie leben zu dürfen…
Auch die vermeintliche Abweichung von meiner Vorstellung von der Perfektion als Perfektion begreifen lernen.
Augen und Sinne habe ich nur noch für die Repräsentationen Gottes.
Da ist kein außerirdischer Gott, nur der innerirdische.
Darauf kann man vertrauen: Gott legt dir im voraus aus, was dir an jedem Punkt Deines Pfades nötig wird.
Das Bedürfnis der Zeit ist der Wille Gottes.
Das Denken macht das Fühlen.
Das Fleisch ist schwach, der Geist aber ist stark.
Das geistige Kontinuum unserer Gegenwart: Wer nicht bis drei zählen kann, der verdächtigt und beschuldigt jene, die sich ihrer zehn Finger bewußt sind – und zwischen sich und der Beliebigkeit Grenzen ziehen: Es ist die Unehrlichkeit, die uns trennt – und sie beginnt oft bei uns selbst.
Das Gesetz des Lebens ist erstaunlich simpel: Sobald Elemente oder Fähigkeiten entgegen ihren Bestimmungen gebraucht werden, zeugen sie Vernichtung, Zerfall und Leid und fallen auf den Verursacher zurück.
Das meiste Wesentliche meiner Anschauung und Bildung verdanke ich der Literatur.
Das Mittelmaß muß das Übermaß/die Genialität ausgrenzen, ansonsten träte sein Mittelmaß gegen das Übermaß/die Genialität nur um so sichtbarer hervor!
Das Unwahrscheinliche tritt ein – und der Mensch beginnt zu leben…
Denkt immer an das Danach, so entgeht ihr den meisten Fehlschöpfungen.
Der animalische Trieb des Mannes – eine der wesentlichsten ‚Triebkräfte‘ der irdischen Welt.
Der beste Anzug ist deine Persönlichkeit – im strahlenden Kleid deiner inneren Schönheit.
Der deutsche Anspruch: Nur die höchsten Werte. / Die deutsche Wirklichkeit: Nichts als heiße Luft.
Der Faktor zur ideellen Bewertung von Kunst bildet sich aus den Multiplikanden Intuition, Innovation, Intention und Intervention.
Der Genuß eines einzigen wundervollen Tages, frei aller Schmerzen, Beklemmungen und Zweifel – er ist es wert, die restlichen des Jahres mit solchen Wehen zu erdulden!
Der köstlichste Moment der Erlösung je: Das Gefühl, vor seinen Gott treten zu können – schuldenfrei.
Der Unterschied zwischen gefüllten und erfüllten Tagen: Jene mühen und ermüden, diese beglücken und bereichern.
Der Verstand muß mit Vernunft das Wesen der Dinge so aufzeigen und durch Wiederholung einprägen, daß der Mensch befähigt werde, zum Besten der Natur und des menschlichen Gemeinwesens zu handeln.
Die, die niemals etwas Wesentliches beitragen oder aufbauen konnten – sie sind es, die auch am wenigsten Respekt und Achtung vor den Dingen und Menschen zeigen: Die eigene Bedeutungslosigkeit, die eigene Inkompetenz und Ohnmacht kompensiert sich in Arroganz, Gewalt und Haß.
Die biologische Form folgt der biologischen Effizienz; die künstlerische der künstlerischen; die seelische, der seelischen.
Die Form sagt alles vom Inhalt. Der Inhalt ist Gedanke, Gefühl, ist ungegenständlich. Erst die Form hat die lesbaren Zeichen, hat Gegenständlichkeit.
Die höchste Kunst liegt in der Einfachheit.
Die innere Bewußtseinsstruktur einer Kunst tritt als metaphysische Offenbarung umso deutlicher hervor, je genauer ihre physischen Elemente formal voneinander abgegrenzt und klar definiert sind.
Die Kopie dessen, wovon ich einst begeistert war, kann nicht wieder begeistern. Ihr fehlt der authentische Puls und Atem einer Leidenschaft, die nur im bewältigenden Kampf um das Ideal entbrennt.
Die Lachenden, die Grinsenden – oft scheint es mir, als erheiterte es sie, nur über begrenzte Verstandesfähigkeit zu verfügen. Das Lachen in Anerkenntnis der Gegenwart des Reinen Geistes ist ein anderes: es strahlt aus dem Inneren Wärme und Mitgefühl aus.
Die Laster stehlen der Tugend die Verkleidung.
Die Natur – wie göttlich! Aber nichts Göttlicheres als glückliche Kinderaugen.
Die Phantasie greift stets über das Angemessene hinaus.
Die reine Wahrheit ist das Paradoxon schlechthin.
Die Sanftmütigen finden Frieden, die Aggressiven Krieg. Beider Wesen kehrt zu ihnen zurück.
Die selbstlose Liebe ist eine unüberwindbare Kraft.
Die Wahrheit auszudrücken fehlen mir Raum und Muße. Gegeben ist diese Fähigkeit allen!
Die Zweckorientierung der Gefühle: Dadurch werden echte Gefühle zu Komplexen, untragbar, unbeherrschbar.
Du mußt keine Sorge haben, keinen Zweifel: Das Göttliche, die Essenz aller Kunst und alles wahren Lebens kann nicht verloren gehen oder verbildet oder verkehrt werden! Dagegen wird alles zerfallen, was nicht um diesen letzten Ausdruck allgegenwärtiger Gottes- und Schöpfungsgenialität gerungen hat.
Du strebst Vollkommenheit, du strebst Vervollkommnung an? – O so lausche und schäme dich nur, mein Kind.
Ein allgemeingültiger Reflex in der Menschennatur: Sobald etwas Wesentliches Form anzunehmen und Wirkung zu erzielen beginnt, sofort kommen die Mittelmäßigen dahergelaufen, um es niederzumachen.
Einen aufgefangenen Satz erweitert: Je mehr wir im Gleichgewicht leben, desto unnötiger haben wir die Kunst – die uns irdischen Wesen mit ihren göttlichen Imaginationen helfen soll, uns über unser Gefühl innerer und äußerer Unvollkommenheit hinwegzutrösten. Je mehr wir im Gleichgewicht leben, desto näher sind wir der irdischen Gegenwart göttlicher Vollkommenheit.
Ein Pflaumenbaum kann keine Birnen hervorbringen, und ein Birnbaum keine Pflaumen.
Ein Tag ist unendlich lang und zugleich unendlich kurz.
Erst als ich’s hatte, habe ich es nicht mehr gebraucht.
Erst das Notwendige, dann das Nützliche und zuletzt das Angenehme – die Maxime schlechthin, die unser politisches und ethisches Handeln und Denken bestimmen sollte!
Erst die Übertretung bestätigt das Gesetz.
Es geht darum, den Schatz der eigenen Sensibilität zu hüten, ihn zu schützen, zu bewahren und im Stillen zu leben. Verlieren wir diese schöne innere Weichheit, verlieren wir den Zugang zu unserem Selbst.
Es genügt nicht, den Weg zu kennen, man muß ihn auch gehen./ Wer selbst nicht umgewandelt ist, wird keine Umwandlung anzünden. / Wer die Welt überwinden will, darf keinen Augenblick verschwenden. / Der neue Mensch, der Du sein willst, trägt das Antlitz der Unschuld.
Es gibt keine Schuld – weil der Mensch nicht wissen kann, was er tut. Aber er wird schuldig, sobald er wissen konnte.

Es gibt nichts, was nicht auch sein Gegenteil beinhaltet. Das ‚Sowohl-als-auch‘ ist die ‚eindeutigste‘ Form, das trennende Denken zu überwinden. Die ‚Wahrheit‘ hat wenigstens zwei – oder unendlich viele Seiten.
Essenz der Nacht, 22.07.2021: Zwei Wege führen dich zu gleichem Ziel, / Das Höchste oder Tiefste zu erkennen. / Im Wirken streben durch des Geistes Kraft, / Im Fallen zu erleben Gottes warme Hand.
Fehler in der Sprache führen zu Fehlern im Denken, Denkfehler bedingen Lebensfehler, verfehltes Leben macht unglücklich, unglückliche Menschen führen Krieg oder erkranken.
Freiheit erleuchtet die Welt.
Freue dich: Eine Tür geht zu – und weist dir den Weg.
Generalschlüssel für Liebende zum gegenseitigen Verstehen: / Stets von den förderlichsten Absichten füreinander auszugehn.
Gerechtigkeit ist Gleichbehandlung – unter dem höchsten Maßstab der uns zugänglichen Ethik.
Gib jemandem Amt und Ansehen – er knüpft sich von selbst an die Fäden, die seine Vorgesetzten ihm hinhalten.
Gottes Nötigung, das Unbegreifliche zu begreifen…
Gott ist immer am nächsten, wenn es am schwersten ist. – Kannst du dir also wirklich wünschen, es leicht zu haben?
Hinter dem künstlerischen Gebilde muß eine einfache oder komplexe artifizielle Regelstruktur erkennbar sein, wobei die Genialität dieser Regeln die Genialität des Kunstwerks ausmacht.
Hinter dem Zwang zum Gendern, zur geschlechtsgerechten- oder geschlechtsinkongruenten Bezeichnung eines Menschen, versteckt sich eine konformistische Identitätsprüfung: Lasse ich mich zum Zeichen der Anerkennung sogenannter Anspruchsberechtigten zur Selbstzensur nötigen?
ICH BIN ein Gott – der mit den Möglichkeiten der menschlichen Lebensform, in die ER inkarniert hat, unverdorben und ungehemmt spielen können möchte.
Ich gebe mich in Dich, ich weiß, daß Du da bist, ich folge Deinem Wunsch, ich habe keine Angst, ich bin bei Dir, Du bist bei mir, allezeit, Danke, Amen.
Ich mag dich, wie du bist, wenn du mir nicht zum Vorwurf machst, daß ich nicht bin, wie du mich brauchst.

Ich möchte den Schmerz kosten, er ist Gradmesser meines Vertrauens.
Ich möchte nur noch nach unten gehen, alles andere interessiert mich nicht mehr. Ich empfange den Widerklang meiner selbst dort am stärksten, wo der nackte Mensch sich offenbart, wo er sein verletzbares widersprüchliches Wesen mit all seinen urmenschlichen Empfindungen preisgibt und mir durch diese Unmittelbarkeit Zugang zur höchsten Wahrheit gewährt: der Einheit dieses Wesens mit mir selbst.
Ich unterscheide zwei Arten Menschen: Die einen haben existentielle Erfahrungen gemacht, den anderen fehlt diese Dimension des Seins. Existentielle Erfahrungen nenne ich solche, die den Menschen mit der eigenen Hilflosigkeit, Abhängigkeit, Verletzlichkeit und Sterblichkeit konfrontieren. Nur in Begegnung mit diesen erschütternden Lebenseinbrüchen, am eigenen Leibe erfahren, öffnet sich dem Menschen ein schmaler Blick hinter die Kulissen seiner Illusionen. Mit solchen Menschen bin ich sofort auf das Wesentliche hin verbunden. Ich empfange den Widerklang meiner selbst dort am stärksten, wo der nackte Mensch sich offenbart, wo er sein verletzbares widersprüchliches Wesen mit all seinen urmenschlichen Empfindungen preisgibt und mir durch diese Unmittelbarkeit Zugang zu einer höheren Wahrheit gewährt: der Einheit dieses Wesens mit mir selbst.
Ich vermag die Abgründe und Zumutungen des Lebens nicht aufzulösen. Meine einzige Chance ist, sie nicht länger als etwas Bedrohliches, Unzumutbares oder Abgründiges anzusehen, sondern sie als wertgleiche Daseinsphänomene anzunehmen, wie Schatten, die hinter die Gegenstände fallen. Realisiere ich, daß auch diese Gegenstände Phantome sind – nicht etwa inexistent, jedoch leer in ihrem Wesen, lediglich Mittel zum Zweck dieser Erkenntnis! –, so versinken auch die Schatten ins Nebensächliche. Hier offenbart sich mir der freie Blick aus freiem Sein in die Wirklichkeit der Einheit.
Ich ziehe eine klare und harte Ansicht der Dinge jeder romantischen Beschönigung vor.
Im idealen Moment kreuzen sich vier Faktoren in passender Konstellation: Ort, Zeit, Art, Absicht.
In der Langsamkeit wohnt das Glück: Wer keine Zeit hat, zu betrachten, zu beobachten, findet es nicht.
In diesem Wahn, bedeutender sein oder mehr besitzen zu wollen als ein anderer, liegt die ganze Not unserer Welt.
In Haiku-Form: Nichts ist zu tun. / Leer ist der Krug, / voller Vollkommenheit.
Innerer Friede findet sich nicht ohne Gewißheit – und Gewißheit nicht ohne Prüfung. Wo also setzt du den Ausgangspunkt?!
Jede Frau ist meine Mutter, jeder Mann mein Vater.
Jeder ist des anderen Reflektor und Klanggeber – so erzeugen wir gegenseitig die Formen zwischen uns.
Jeder Mensch ist des anderen Menschen Spiegel – mindestens insofern als sich die eigenen Defizite im Reflex auf den anderen widerspiegeln.
Je weniger du selbst einwirkst – desto freier die Entfaltung des anderen.
Kapitalismus und Liebe schließen sich kategorisch aus. Genauso, wie es im falschen Leben kein wahres geben kann.
Kaum etwas hilft, klärt und heilt mehr – als das Gespräch mit einem Freund, einer Freundin.
Keine Lüge besteht vor der Geschichte.
Kennzeichen der ideologischen (globalistischen) Kontrollordnung: Sprache und Denken sind eindeutig – weil sie eindeutig uneindeutig sind.
Kunst: äußerste Präzision und Bestimmtheit, in reinster Bewußtheit, vollendeter Meisterschaft und höchster spielerischer Mühelosigkeit und Freiheit des individuellen Ausdrucks.
Kunst erweckt unvergeßliche Begeisterung.
Kunst gibt dem Sein Sinn.
Kunst ist intensivste Begegnung.
Kunst ist physische Offenbarung eines Ewigkeitsaspektes – geboren aus der Resonanz der spezifisch-schöpferischen Persönlichkeit auf die unverfälschte Wahrnehmung irgendeines ihrer Daseinsmomente: In Verschmelzung ihrer Reflexion mit dem von ihr gewählten Befindlichkeitszustand gebiert sie das symbiotische Kunstwerk. Anschauung, dialektisches Bewusstsein, emotionale Bildung, Talent und visionärer Blick: Erst die volle Verfügbarkeit dieser Mittel weist ihr den Weg zu höherwertigem künstlerischen Ausdruck. Denn erst auch die Verfeinerung individueller Aufnahme zur allgemeingültigen Form, die dem Medium eine überpersönliche innere Struktur verleiht, kann Raum und Zeit überdauern. (2015)
Kunst offenbart die Schönheit der metaphysischen Welt in der physischen.
Kunst reflektiert Wahrheit.
Leben dürfen – frei wie ein Baum, brüderlich, wie ein Wald.
Leiste dir allen Mut, alles Selbstvertrauen! Es ist gut und wesentlich, was du denkst und erstrebst!
Liebe Freundin, die Ginkgoblätter fielen wie Goldpapiere aus Deinem Briefchen! Ich sah den Baum vor Deinem Fenster in voller Pracht vor meinem inneren Auge – und sah, wie die Sonne ein strahlendes Leuchtfeuer in seiner Krone entzündet hatte. Du hast recht: Das sind die wahrhaft bedeutenden und lebensnahen liebenswerten Momente, an die wir uns halten müssen! In ihnen zeigt sich das ganze Wunder unserer phänomenalen Existenz, aus ihnen spricht das Heilige Wesen, das sich all diesen Zauber ausgedacht hat – und uns an Seiner Gestalt und Weisheit teilhaben und sie als unsere eigene begreifen lassen will! Gelänge das Ihm und uns: keinen Moment mehr würden wir zweifeln... Ich freue mich auf unser Wiedersehen, demnächst, mit viel Zeit, an altem Ort!
Lohn ohne Mühe entweiht jeden Wert.

Man sieht, was man sehen möchte, weil man weiß, was man sucht.
Menschen tun, was du willst: Bezahle sie üppig und mach ihnen weis, wie großartig sie wären!
Mögen wir in uns selber eine Wirklichkeit erschaffen, die uns hilft, an den TRAUM zu glauben, an die eigenen unbegrenzten Entfaltungsmöglichkeiten, an den heiligen Teil in uns – und ihn zum Leben zu erwecken.
Nichts erhebt mehr als reiner Geist.
Nichts hat nur einfach seine Form, alles strahlt auch den Geist seines Schöpfers ab, seine Intention, den ‚Zweck‘ seiner Schöpfung. Für manche ist das sichtbar, für andere unsichtbar.
Nichts ist stärker als die Wahrheit. Wer sich an sie hält, den belohnt sie mit Wahrheit: dem Einfallen/Erkennen des Wunders in der Wahrheit.
Nichts Stärkeres als die Wahrheit, nichts, was der Geist nicht vermochte, nichts, was sein Licht nicht durchdringen und ordnen könnte.
Nie sollte ich glauben, meine Furcht vor der Einsamkeit des Alters mit Knechtschaft oder Tyrannei in unglücklicher Ehe auflösen oder aufwiegen zu können, denn niemals vermochte mich das Unpersönliche Leben mehr zu erniedrigen als ein Mitmensch.
Nur der maßvolle Genuß, der zuweilen die allgemeine Askese unterbricht, ist reiner Genuß – weil er frei ist von Gewissensschuld.
Nur wenn du weißt, was du tust, darfst du tun, was du willst.
Oft fehlt es denen, die vorgeblich über Sprache verfügen, an emotionalen Dimensionen/Tiefgängen. Wer alles benennen/erklären zu können vermeint, weiß nicht wirklich zu erkennen/zu verstehen.
Oft ist der andere nur Projektionsfläche für die eigene Konditionierung.
Ohne Freude am Erkennen gibt es kein Erkennen.
Recht – eine willkürliche Konstruktion, abhängig vom momentanen Massenkonsens. Nie geht es um ‚Recht‘, immer um Macht.
Schweigen – vor der Macht.
Schwierigkeiten und Hindernisse sind Geschenke der Himmlischen: Sie weisen dem Suchenden den Weg durch die labyrinthischen Fährden hin zu seiner Vollendung. Die Wunder des Lebens voll erkennen und empfangen zu dürfen, diese Gnade gewährt das Mysterium des Daseins nur dem, der auch bereit war und ist, sein Leiden anzunehmen, es zu tragen und zu verwandeln.
Schönheit und Genuß liegen vielmehr im Verzicht als in der Befriedigung von Wünschen und Begehren. Reduktion, Verringerung, Konzentration, das sind die Prinzipien zur Verfeinerung = Erhöhung.
Sie begreifen nicht, daß sie Zeit sparen, wenn sie Zeit ausgeben würden.
Sie sind von der Maschinerie, die sie satt und dumm gemacht hat, aus der sie deswegen auch nicht mehr aussteigen können, vollkommen korrumpiert – und keines unabhängigen, unkonventionellen visionär-menschlichen Denkens und Fühlens mehr fähig.
Sprache ist Stimme/Stimmung der Seele.
Stellt euch vor, ihr würdet auf die Erde zurückkehren müssen: Wie, wünschtet ihr, sollte sie euch empfangen?!
Talent überrascht immer.
Und sei die Weisheit noch so treffend, nie kann sie ganz von der Anstrengung befreien, die es kostet, das physische Leben zu erhalten.
Und so auch entsteht Kunst erst dort, wird sie, was allein sie ist und will: wo sie sich dem Höheren zuwendet, wo sie Anschauliches und Erfühlbares schafft, was auf das Höhere in uns und in der Welt weist!
Unfaßbar / die Dummheit / die überall obenauf ist / und die Klugheit / die sich überall wegduckt.
Universalregel: Soviel als nötig, sowenig wie möglich.
Unser neuer Maßstab, unsere neue Lebenslosung: Reine Lust soll es sein…
Verurteilt nicht. Seid euch vielmehr bewußt, daß hinter aller Unreinheit, auch in euch selbst, Vollkommenheit herrscht. 
Vielmehr noch gebe ich mir die Ehre für diejenigen Dinge, die ich gelassen, als für die, welche ich getan habe.
Vier Stufen zur allzeitigen Vergebung: Ohne Ausflucht und Anstoß betrachte ich die Schöpfung, wie sie sich mir im Moment zeigt. Ich stelle ihr die Beurteilung der sinnstiftenden Intentionen am Grund meiner ureigenen Existenz gegenüber. Im Schnittpunkt beider Aspekte wirkt die Vollkommenheit aller äußeren und inneren Erscheinungen. Gelingt es, mich diesem Einheitserleben zu nähern, lösen sich alle Begriffe von Vergehen auf: Ungehindert setze ich meinen Weg mit der Entscheidung für die Kraft der Harmonie fort.
Wahrer Luxus bedeutet Zeit zu haben.
Wahrheit wächst wie ein Baum erst auf dem Boden der Gerechtigkeit.
Was können wir tun, damit wir alles, was wir tun müssen, auch tun wollen.
Wenn das Kind in dir lacht, erblühen Schimmer der Freude Gottes.
Wenn du’s nicht weißt, du siehst es nicht; ich höre, was ich verstehe; ich fühle, was ich begreife.
Wenn es nichts mehr gibt, was man weglassen könnte – dann hast du das Ideal verwirklicht, dann genügt es dem höchsten Anspruch.
Wer besonders schnell gehen will, muß besonders langsam gehen.
Wer fühlt mich, wenn er mich nicht sieht? Setzt ‚fühlbar sein‘ ‚sichtbar sein‘ nicht voraus? Das Gefühl ist der Schlüsselweg, das ist richtig (bei Hiene), für UNS aber ist (darf sein:) ‚sehen‘ und ‚sehen können‘ die ins Äußere gebrachte Version des Fühlens. – Als Antwort auf Stefan Hiene: „Du mußt nicht sichtbar werden. Du mußt fühlbar werden.“
Wer mit Gewalt arbeitet, wird bluten.
Wer nicht an Gott glauben kann, den haben die unendlichen Wunder im Dasein der zahllosen Lebensformen des Universums noch nicht in der ganzen Tiefe seines Bewußtseins berührt.
Wertefolge/KardinalprinzipienKünstlerischer/KörperlicherAttribute/Begriffe:
Anmut/Grazie/Schönheit,
Eigenart/Form/Struktur,
Spielart/Farbe/Potenz,
Absicht/Idee/Wirkung.
Widerstand ist Voraussetzung zur Bewegung. – Als Antwort auf Stefan Hiene: „Die Grundlage einer Überzeugung ist Widerstand.“
Wie der Wind jede Blüte verweht, so treiben auch unsere Tage der Vergänglichkeit zu. Eben noch war Frühling, schon rüsten wir zum Erntedank. Nichts bleibt, alles kehrt zurück – in seine zeitlose Vorwelt, in die Unergründlichkeit seines Ursprungs.
Wie es sich die Menschen absichtlich schwer machen, um ihre Plätze zu halten, keinen anderen aufsteigen lassen, wie sie aus Angst, verdrängt zu werden, kleinmütig und gehässig werden.
Wie Schuppen fiel es mir gerade von den Augen: Ein Gott, der seine Geschöpfe liebt, kann ihnen unmöglich den Tod zumuten, ohne daß dieser etwas Selbstverständliches wäre - in einem unendlichen Zyklus der Wiedergeburt oder als letzter Durchgang zu ewiger Vollendung.
Wie wir in allem einen inneren Drang spüren, die Maße und Begrenzungen der Natur zu übertreten, ihr in allem neue Maße zu geben und ihre Grenzen zu erweitern…
Wir betrachteten die Unaufhaltsamkeit des Wandels aller Dinge – und wie wir selbst zugleich feststecken in einer wohl menschlichen Unwandelbarkeit…
Wir haben ‚Ideen‘ von den Dingen – und setzen diese inneren Überzeugungen als Maßstab.
Wir selbst schaffen die Verhältnisse, die über uns richten, bestimmen die Urteile, die über uns gesprochen werden.
Wohin ich blicke, wie tief: Das innere Gewebe aller Beziehungen und Schöpfungen – gesponnen und verflochten aus dem urgründlichen, unsichtbaren, unzerreißlichen Garn des Eros. Eros webt, knotet, gebiert. Aus allem sprüht Erotik. Nichts Wahres, Gutes, Schönes ohne sie.
Wähle aus der Vergangenheit dein höchstes Idol. Stell dir nun vor, du wärest seine Wiederkehr: Was bliebe dir jetzt und heute zu tun übrig?!
‚Totalität‘ bedeutet ‚Gesamtheit, Ganzheit, Vollständigkeit‘ – weswegen ich das Wort (meistens) in zustimmender oder aufwertender Weise gebrauche: Stell dir vor, wir wären in unseren Anschauungen und Beziehungen so totalitär, wie es das Wort meint: Keinesfalls steckten wir (als Menschen, als Gesellschaft) in diesem Dilemma, in diesem Sumpf aus Verlogenheit und Dummheit, wie es jetzt der Fall ist! Allerdings lauern in totalitären Ansprüchen stets auch Intoleranz und Unversöhnlichkeit, was zu Spaltung und Vereinzelung führt, zum Gegenteil von Gesamtheit, Ganzheit, Vollständigkeit...
Überall Werbung für die männliche Potenz: Das Erschlaffen der Begierde soll Geschenk sein, soll freimachen für den Zustrom höherer Triebe, feinerer Lebenselixiere, transzendentalen Verlangens.