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Archiv Stiftung Werkvermächtnisse
„Der bestirnte Himmel
über mir …“ ist der Mikrokosmos.
Ihr versucht, Ihn unter Euere Mikroskope zu legen: ... und ‚Gott‘ lächelt sanft über solche Einfalt! - Alles ist Geist.
[*]Nikolaus Lenau (N. Franz Niembsch, Edler von Strehlenau,
1802-1850), österreichischer Lyriker, in einem Brief an Sophie von Löwenthal am 14. Juni 1837: „Unsere Liebe ist einmal gewissermaßen eine
unglückliche, und wir wollen unverdrossen und mutig die stille heimliche
Tragödie, in der niemand spielt und zuschaut als unsere blutenden Herzen, bis
an unser Ende fortführen. [...] Ich habe Augenblicke, in welchen ich vergehen
möchte vor Schmerz über unser Los; aber ich habe auch andere, wo mir unser
Unglück teuer ist, weil ich mir denke, Du würdest mich vielleicht weniger
lieben, wenn Dein Gefühl nicht unter Gefahren und Schmerzen aufgewachsen wäre.
Vielleicht müssen zwei Herzen erst aufgeschnitten werden, wenn sie ganz
zusammenwachsen sollen? Wir haben unsere blutenden Stellen aneinandergelegt und
müssen so festhalten, wenn wir uns nicht verbluten wollen. O ich will Dich
halten. Du wirst mich auch halten, ich weiß es.“
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