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Archiv Stiftung Werkvermächtnisse
„Der bestirnte Himmel
über mir …“ ist der Mikrokosmos.
Ihr versucht, Ihn unter Euere Mikroskope zu legen: ... und ‚Gott‘ lächelt sanft über solche Einfalt! - Alles ist Geist.
[*]Hofmannsthal, Hugo
von (Hugo Laurenz August Hofmann, Edler von Hofmannsthal, 1874-1929),
österreichischer Dramatiker, Schriftsteller, Lyriker, Librettist, Mitbegründer
der Salzburger Festspiele, einer der wichtigsten Repräsentanten des deutschen
Fin de Siècle und der Wiener Moderne, in: Gesammelte Werke, S. Fischer
Verlag, Frankfurt/Main, 1989, Gedichte: Was ist die Welt?: „Was ist die Welt?
Ein ewiges Gedicht, / Daraus der Geist der Gottheit strahlt und glüht, / Daraus
der Wein der Weisheit schäumt und sprüht, / Daraus der Laut der Liebe zu uns
spricht. // Und jedes Menschen wechselndes Gemüt, / ein Strahl ist’s, der aus
dieser Sonne bricht, / ein Vers, der sich an tausend andre flicht, / der
unbemerkt verhallt, verlischt, verblüht. // Und doch auch eine Welt für sich
allein, / Voll süß-geheimer, nie-vernommner Töne, / Begabt mit eigner
unentweihter Schöne, // Und keines Andern Nachhall, Widerschein. / Und wenn Du
gar zu lesen drin verstündest, / Ein Buch, das du im Leben nicht ergründest.“
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